Dachfläche und Dachneigung Ihres Hauses
Klicken Sie auf Ihr Haus im Landkreis Freising: Sie sehen die gesamte Dachfläche in Quadratmetern, die Neigung und Ausrichtung jeder einzelnen Dachfläche und die vermutliche Dachform. Die Werte stammen aus dem amtlichen 3D-Gebäudemodell der Bayerischen Vermessungsverwaltung und sind die wahre, schräge Fläche – ohne Dachüberstand, Gauben und Schornsteine.
Derzeit verfügbar: Landkreis Freising (122.891 Gebäude, am Rand auch Teile der Nachbarlandkreise). Der Bereich ist auf der Karte umrandet; weitere Landkreise folgen.
So lesen Sie das Ergebnis
- Dachfläche ist die Summe aller Dachflächen in ihrer wahren, geneigten Größe. Das ist die Zahl, die für Dacheindeckung, Dämmung der Dachschräge oder eine Solaranlage zählt.
- Grundfläche des Dachs ist dieselbe Fläche von oben gesehen. Der Unterschied zur Dachfläche zeigt, wie steil das Dach ist: Bei 45 Grad ist die Dachfläche rund 41 Prozent größer als die Grundfläche.
- Neigung ist der Winkel jeder Fläche gegenüber der Waagerechten, Ausrichtung die Himmelsrichtung, in die die Fläche zeigt (N, NO, O, SO, S, SW, W, NW).
- Dachform leiten wir aus den Flächen ab. Bei Anbauten oder mehreren Gebäudeteilen steht „zusammengesetztes Dach“.
Wofür Sie die Werte brauchen
Wer ein Dach neu eindecken, die Dachschräge dämmen oder eine Photovoltaikanlage planen will, braucht zuerst die Fläche. Meist steht sie in keinem Bauplan, oder der Plan ist Jahrzehnte alt. Ausmessen auf dem Dach ist gefährlich, und von unten lassen sich Neigung und Sparrenlänge nur schätzen. Das 3D-Gebäudemodell liefert beides für jedes Haus in Bayern – nur ist es für Laien schwer zu öffnen. Hier reicht ein Klick.
Für ein Angebot vom Dachdecker oder Solarteur ersetzen die Werte keine Besichtigung: Dachüberstände, Gauben, Dachfenster, Schornsteine und der Zustand der Sparren fehlen im Modell. Als Grundlage für eine erste Kostenschätzung oder um Angebote zu vergleichen, sind sie aber genau genug.
Wie die Werte entstehen
Die Bayerische Vermessungsverwaltung leitet das 3D-Gebäudemodell LoD2 aus den amtlichen Gebäudegrundrissen und aus Laserscans aus dem Flugzeug ab. Jede Dachfläche ist darin als ebene, geneigte Fläche mit Höhen gespeichert. Wir berechnen aus den Eckpunkten die Neigung und die Himmelsrichtung jeder Fläche und ihre wahre Größe. Dieselben Flächen nutzen wir für die Berechnung des Solarpotenzials.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Dachfläche meines Hauses?
Klicken Sie auf Ihr Haus auf der Karte. Die Fläche jeder Dachfläche ergibt sich aus ihrer Grundfläche im amtlichen 3D-Gebäudemodell geteilt durch den Kosinus der Neigung – also die wahre, schräge Fläche, nicht die Fläche von oben. Die Summe aller Flächen ist die Dachfläche des Gebäudes. Von Hand rechnen Sie bei einem Satteldach: Länge × Sparrenlänge × 2, wobei die Sparrenlänge die halbe Hausbreite geteilt durch den Kosinus der Neigung ist.
Wie genau sind Fläche und Neigung?
Das 3D-Gebäudemodell LoD2 wird aus Grundrissen und Laserscans aus der Luft abgeleitet. Bei einfachen Dächern stimmen Neigung und Ausrichtung meist gut; die Fläche kann einige Prozent abweichen, bei verwinkelten Dächern auch mehr. Der Dachüberstand an Traufe und Ortgang fehlt im Modell in der Regel, ebenso Gauben und Schornsteine. Für eine Materialbestellung rechnet der Dachdecker Überstand und Verschnitt dazu.
Wie viel Dachfläche hat ein Einfamilienhaus?
Im Landkreis Freising hat die Hälfte der Gebäude mit geeignetem Dach eine mögliche PV-Leistung von höchstens 9,8 kWp, was grob 50 Quadratmetern gut nutzbarer Fläche entspricht. Die gesamte Dachfläche eines freistehenden Einfamilienhauses liegt oft zwischen 100 und 200 Quadratmetern – Ihr eigener Wert steht nach einem Klick in der Tabelle.
Woran erkenne ich die Dachform?
Wir leiten die Dachform aus der Zahl und Lage der geneigten Flächen ab: keine geneigte Fläche heißt Flachdach, eine Fläche Pultdach, zwei gegenüberliegende Flächen Satteldach, vier Flächen in alle Richtungen Walmdach. Bei Anbauten, Gauben oder Gebäudeteilen mit eigenem Dach steht „zusammengesetztes Dach“.
Welche Neigung ist für Photovoltaik am besten?
Nach unserer Auswertung aller Dächer im Landkreis Freising bekommen Süddächer mit 30 bis 40 Grad die meiste Sonne. Bei Ost- und Westdächern sind flachere Neigungen besser. Mehr dazu im Artikel „Ost-West oder Süd?“ und für Ihr Haus auf der Seite zum Solarpotenzial.
Datenquelle: Bayerische Vermessungsverwaltung – www.geodaten.bayern.de (CC BY 4.0). Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, OpenFreeMap.